PRESSE

Berlin, 04.12.2003
Privatbahnen: S-Bahn-Vertrag vergeudet Steuermittel

Einsparungen von 350 Mio. € verschenkt – Verband schaltet Rechnungshof ein

Mehr Bahnen!“, eine Vereinigung privater Bahnunternehmen, sieht in dem just abgeschlossenen Vertrag zwischen Land Berlin und S-Bahn, einer Tochter des DB-Konzerns, eine massive Vergeudung von Steuermitteln. Nach Berechnungen der Vereinigung hätte das Land Berlin mindestens 350 Mio. € einsparen können, wenn es den Vertrag ausgeschrieben und im Wettbewerb vergeben hätte. „Nun müssen Kitas und Hochschulen für die Deutsche Bahn bluten,“ fasst Geschäfts-führer Henning Tegner die Meinung der Vereinigung zusammen. Aufgrund der massiven Mittelvergeudung hat „Mehr Bahnen!“ inzwischen den Landesrechnungshof eingeschaltet.

Mit einer Laufzeit von 15 Jahren und ersten Ausschreibungen erst 2010 und 2013 reiht sich der Berliner Vertrag in die bundesweiten Schlusslichter ein. Es scheint, so die Vereinigung, als wolle Berlin die wohlhabenden Länder Bayern und Baden-Württemberg in der Subventionierung der DB noch überrunden. Die S-Bahn Berlin erzielt nach Angaben von Insidern derzeit satte Gewinne, wovon normale Unternehmen selbst in guten Zeiten nur träumen können.


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